Was bedeutet Margin?

Beim Marginkauf handelt es sich um das Leihen von Barmitteln, um Aktien zu erwerben.

Einführung zum Handel auf Margin

Beim Handel auf Margin geht es um das Management von Risiken. Wenn Sie Ihre Leverage erhöhen, steigt gleichzeitig Ihre Kaufkraft auf dem Markt sowie die Möglichkeit, Ihr Ertragspotenzial zu stärken.

Stellen Sie sich vor, dass Sie über $50,000 in Barmitteln verfügen und ein Darlehen in Höhe von $50,000 erhalten, um ein Haus um $100,000 zu kaufen. Ein Jahr später verkaufen Sie das Haus um $500,000. Indem Sie Ihre Hebelwirkung erhöhen, um in den Immobilienmarkt einzusteigen, haben Sie Ihre Anlagerendite erheblich gesteigert. Während Sie nicht nur von größeren Erträgen profitiert haben, haben Sie zusätzlich größere Verluste riskiert, da die Investition nicht zu Ihren Gunsten verlaufen hätte können.

Auf dieser Seite erfahren Sie Näheres zu Margindefinitionen, Berechnungen und Kontotypen, die Sie bei Interactive Brokers eröffnen können, damit Sie auf Margin handeln können.

 

Was bedeutet Margin?

Beim Marginkauf handelt es sich um das Leihen von Barmitteln, um Aktien zu erwerben.

Marginmodelle und Handelskonten

Marginmodelle bestimmen den Kontotyp, den Sie über ARMO Broker eröffnen sowie die Art der Finanzinstrumente, die Sie handeln. Der Handel auf Margin erfolgt mittels zweier hauptsächlicher Methoden: Regelbasierter und risikobasierter Marginhandel.

In regelbasierten Systemen werden Ihre Margin-Anforderungen anhand einer definierten Formel berechnet und an jedem beleihbaren Finanzinstrument angewendet. Dies ist die üblichere Variante bei Marginstrategien für normale Trader und Wertpapiere.

In risikobasierten Marginsystemen beruhen Margin-Berechnungen auf Ihrem Handelsportfolio. Ihre Kontopositionen werden gegen einander gewichtet und basierend auf deren Risikoprofil zur Erstellung Ihrer Margin-Anforderungen bewertet. Diese Strategie wird typischerweise bei erfahreneren Tradern und Rohstoffen angewandt.

Margin-Berechnungsgrundlage – Tabelle

Margin-Anforderungen werden entweder regelbasiert oder risikobasiert berechnet.

MarginberechnungsgrundlageVerfügbare Produkte
Regelbasiertes Marginsystem: Vordefinierte und statische Berechnungen werden auf jede Position oder vordefinierte Positionsgruppen („Strategien“) angewendet.Marginkonten: US-amerikanische Aktien, Aktien- und Indexoptionen, Single-Stock-Futures und Investmentfonds.
Alle Konten: Devisen, Anleihen, kanadische, europäische und asiatische Aktien, sowie kanadische Aktien- und Indexoptionen.
Risikobasiertes Marginsystem: Börsen berechnen das maximale Tagesrisiko für alle Positionen in einem kompletten Portfolio oder in einem Teilportfolio (beispielsweise ein Future und alle Optionen mit dem jeweiligen Future als Basiswert).Portfolio-Marginkonto: US-amerikanische Aktien, Aktien- und Indexoptionen, Single-Stock-Futures und Investmentfonds.
Alle Konten: Alle Futures und Optionen auf Futures in jedem Konto. Nicht US-amerikanische / nicht kanadische Aktien- und Indexoptionen in jedem Konto.

Die Margin-Anforderungen für jeden Basiswert finden Sie auf der Seite der jeweiligen Börse, an der der Kontrakt notiert ist, aufgeführt.

Marginhandel mit Wertpapieren vs. Rohstoffen

Den Handel auf Margin gibt es je nach Marktsegment in zwei Ausführungen: Wertpapier-Marginhandel und Rohstoff-Marginhandel. Zur Erinnerung: Beim Marginhandel von Wertpapieren erhöhen Sie Ihre Hebelwirkung, indem Sie das Verhältnis Ihres Darlehens zu Ihren Barmitteln in Ihrem Konto steigern, um Ihre Kaufkraft zu erweitern. Beispiel: Wenn Sie über $5000 verfügen und weitere $5000 leihen, beträgt Ihre Leverage 2:1 und Ihre Kaufkraft steigt auf $10,000.

Der Rohstoffhandel auf Margin wird vollkommen anders definiert. Beim Marginhandel mit Rohstoffen setzen Sie Ihre eigenen Barmittel als Sicherheitsleistung ein. Stellen Sie sich dabei vor, dass es sich dabei um eine Einlage in gutem Glauben handelt, die die Volatilität des Kontrakts unterstützt, während sie sich im Markt bewegt und ihr Wert fluktuiert.

Die Margin-Anforderungen für jeden Basiswert finden Sie auf der Seite der jeweiligen Börse, an der der Kontrakt notiert ist, aufgeführt. 

Ersteinschuss und Mindesteinschuss

Margin-Anforderungen zeigen Ihnen an wie und wann Sie leihen können, welche Arten von Einlagen Sie tätigen müssen sowie die Menge an Vermögen, das Sie in Ihrem Konto halten müssen. Falls Ihr Konto diese Anforderungen nicht erfüllt, werden Vermögenswerte so lange liquidiert, bis die Anforderungen erfüllt werden.

Ersteinschuss bei Wertpapieren

Der Prozentsatz des Kaufpreises der Wertpapiere, den der Anleger in sein Konto einzahlen muss.

Sie müssen mindestens $2000 oder 100% des Kaufpreises (je nachdem welcher Wert kleiner ist) eingezahlt haben.

Mindesteinschuss bei Wertpapieren

Der Mindestbetrag an Kapital in der Wertpapier-Position, der im Anlegerkonto gehalten werden muss.

Buying on margin defined illustration
 

Marginberechnungen für Wertpapiere

Bei Marginkonten und Portfolio-Marginkonten werden unterschiedliche Methoden zur Berechnung der Margin-Anforderungen verwendet. Nachstehend wird die Berechnungsweise für Wertpapiere in regulären Marginkonten beschrieben. 

Die Margin-Berechnung für Wertpapiere in Marginkonten erfolgt folgendermaßen:
  1. Zum Zeitpunkt der Ausführung
  2. In Echtzeit im Tagesverlauf
  3. Am Ende des Handelstages
  4. Über Nacht

Eine wichtige Information zur Berechnung der Margin-Anforderungen ist, dass wir im Rahmen unserer „Special Memorandum Account (SMA)“-Berechnung die Regulation-T-Ersteinschussanforderung am Ende des Handelstages (15:50 Uhr) anwenden. Zum Zeitpunkt der Orderausführung und über den Verlauf des Handelstages hinweg verwenden wir unsere eigenen Margin-Berechnungsmethoden, die nachstehend beschrieben werden.

Außerdem können Sie sich über die Berechnungsweisen zu Liquidierungen informieren:
  1. Ermittlung des letzten notierten Aktienkurses vor Beginn der Liquidierung einer Position
  2. Wie viel des Aktienbestands wird liquidiert?

Die meisten Werte, die in den nachfolgend beschriebenen Berechnungsmethoden verwendet werden, können in der Kontoanzeige der Trader Workstation in Echtzeit kontrolliert werden.

1. Margin-Berechnung zum Zeitpunkt der Orderausführung

Wenn Sie eine Position eröffnen, kommen folgende Berechnungen zur Anwendung:

Um eine neue Position eröffnen zu können, benötigen Sie Wertpapierkapital mit Beleihungswert oder Rohstoffvermögen mit einem Nettoliquidierungswert von mindestens 2,000 US-Dollar oder einem äquivalenten Betrag in einer anderen Währung. Falls Sie diese Eingangsanforderung nicht erfüllen, können Sie keine neue Position in Ihrem Margin-Wertpapierkonto eröffnen.

Bei der Orderübermittlung werden Ihre verfügbaren Mittel in Echtzeit überprüft. Falls Ihre verfügbaren Mittel abzüglich des Orderbetrags größer oder gleich null sind, wird die Order akzeptiert. Falls sich ein negativer Saldo für Ihre verfügbaren Mittel ergibt, wird die Order abgewiesen.

Nachstehend finden Sie eine graphische Darstellung der Ersteinschussberechnung für Wertpapiere zum Zeitpunkt der Orderausführung. Der Ersteinschussbetrag, der bei dieser Berechnung verwendet wird, entspricht unserem Ersteinschuss. Auf den Seiten zu produktspezifischen Margin-Anforderungen finden Sie konkrete Angaben zu diesen Beträgen.

 

Zum Zeitpunkt der Orderausführung überprüfen wir außerdem die Leverage-Obergrenze für die Eröffnung neuer Positionen. Die Leverage-Begrenzung ist eine unternehmenseigene Margin-Anforderung, die das Risiko hinsichtlich Zwangsauflösungen von auf Margin gehaltenen Positionen begrenzt. Um sicherzustellen, dass der Bruttopositionswert nicht größer ist als das 30-fache des Nettoliquidierungswertes abzgl. des Future-Optionswerts, wird die folgende Berechnungen ausgeführt:

Beispiel: Leverage-Prüfung der Position zum Zeitpunkt der Orderausführung
Bruttowert der Wertpapierposition ≤ 30 * (Nettoliquidierungswert – Wert der Future-Option)

Wenn das Ergebnis der Berechnung die Bedingung dieser Gleichung erfüllt, haben Sie die Leverage-Obergrenze für die Eröffnung neuer Positionen nicht überschritten. Falls die Transaktion zu einer Überschreitung des Leverage-Grenzwerts für Ihr Konto führen würde (d. h. wenn die Bedingung der vorstehenden Gleichung nicht erfüllt wird), wird die Order abgelehnt.

2. Echtzeit-basierte Margin-Berechnungen

Über den Verlauf des Handelstages hinweg führen wir in Echtzeit die folgenden Berechnungen für Ihr Wertpapierkonto durch:

Nachstehend sehen Sie eine graphische Darstellung unserer Echtzeit-basierten Mindesteinschussberechnung für Wertpapiere. Der Mindesteinschuss, der bei dieser Berechnung verwendet wird, entspricht unserem Mindesteinschuss. Auf den produktspezifischen Margin-Seiten finden Sie hierzu konkrete Angaben. 

Eine Echtzeit-Leverage-Prüfung für die Gesamtposition wird durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Bruttopositionswert nicht größer ist als das 50-fache des Nettoliquidierungswertes abzgl. des Future-Optionswerts. Die Leverage-Begrenzung ist eine unternehmenseigene Margin-Anforderung, die das Risiko hinsichtlich Zwangsauflösungen von auf Margin gehaltenen Positionen begrenzt. 

 

Zusätzlich wird eine Leverage-Prüfung für Barmittel durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Gesamtabwicklungswert aller offenen FX-Geschäfte das 250-fache des Nettoliquidierungswertes nicht übersteigt.

Bei Konten, in denen in Relation zu den im Umlauf befindlichen Aktien (SHO) eines Unternehmens eine konzentrierte Position gehalten wird, reduzieren wir die Marginfähigkeit der Aktien. Für Margin-Wertpapierkonten erhöht dieser Algorithmus die Margin-Anforderung für Aktienpositionen, die einen Grenzwert von 1% der umlaufenden Aktien übersteigen, vom standardmäßigen Wert auf 100%. Mit anderen Worten wird der Geldbetrag, den Sie gegen die Aktien als Darlehen aufnehmen können, auf null reduziert. Bei einer Konzentration von 5% gilt eine Margin-Anforderung von 100%.

Positionen in Anleihen mit einem großen Volumen in Relation zum Emissionsvolumen können zu einer Erhöhung der Margin-Erfordernisse führen. Die Marginfähigkeit von Anleihen wird in regelmäßigen Abständen überprüft, um Rückkäufe, Calls und andere Faktoren zu berücksichtigen, die die verbleibende Liquidität des spezifischen Schuldverschreibung beeinflussen können. Für weniger liquide Anleihen gelten weniger günstige Margin-Konditionen.

IB löst automatisch Positionen in Ihrem Konto auf, wenn die erforderliche Mindesteinschussdeckung unterschritten wird. Damit Kunden ihr Risiko selber steuern können, bevor es zu einer Liquidierung kommt, berechnen wir einen sogenannten „Soft-Edge-Margin“ (SEM) im Verlauf des Handelstages. Ab Beginn des Handelstages bis 15 Minuten vor Handelsschluss lässt unser Soft-Edge-Margin für das Konto ein Margin-Defizit in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des Nettoliquidierungswertes zu – derzeit liegt dieser Wert bei 10%. Sobald der SEM-Zeitraum endet, muss die volle Mindesteinschussdeckung gegeben sein. In Fällen, in denen SEM nicht anwendbar ist, muss das Konto die Mindesteinschussanforderungen zu 100% erfüllen.

Die Soft-Edge-Margin-Startzeit eines Kontraktes ist der spätere der beiden folgenden Zeitpunkte:

  • der Zeitpunkt der Markteröffnung – wird das Produkt an mehreren Börsen gehandelt, gilt der späteste Handelsbeginn;
  • oder der Beginn der Liquidierungszeiten, die von der Handelswährung, der Asset-Klasse, der Börse und dem Produkt abhängig sind.

Die Soft-Edge-Margin-Endzeit entspricht dem früheren der folgenden Zeitpunkte:

  • 15 Minuten vor Börsenschluss – wird das Produkt an mehreren Börsen gehandelt, gilt der frühste Handelsschluss;
  • oder 15 Minuten vor Ende der Liquidierungszeiten;
  • oder bei Beginn des Regulation-T-Anwendungszeitraums.

Wenn das Kapital eines Kontos die Mindestgrenze des Mindesteinschusses unterschreitet, werden so lange keine Positionen aufgelöst, bis das Kontokapital auch die Soft-Edge-Margin-Grenze unterschreitet. Diese Regelung lässt es somit zu, dass Kundenkonten kurzzeitig die Margin-Anforderungen verletzen. Soft-Edge-Margin wird nicht in der Trader Workstation angezeigt. Sobald Ihr Konto jedoch die SEM-Grenze unterschreitet, wird die Erfüllung der vollen Mindesteinschussanforderung notwendig.

Hinweis: Wir behalten uns das Recht vor, die Verfügbarkeit von Soft-Edge-Margin nach eigenem Ermessen einzuschränken und SEM in Zeiten erhöhter Marktvolatilität vollständig auszusetzen.

 
3. SMA- und Handelsschlussberechnungen

Der Broker kontrolliert in Echtzeit den Kontostand eines speziellen Kontos, das mit Ihrem Margin-Wertpapierkonto verbunden ist. Dieses Konto wird als „Special Memorandum Account“ (SMA) bezeichnet. Wir berechnen während des Handelstages fortlaufend den Kontostand des SMA und wenden am Ende des Handelstages die Regulation-T-Margin-Anforderungen an. Es werden keine Barauszahlungen gestattet, die in Echtzeit zu einem negativen Saldo im SMA führen würden.

Wie vorstehend beschrieben, erfolgt die SMA-Berechnung in Echtzeit über den Verlauf des Handelstages hinweg. Die Regulation-T-Ersteinschussanforderungen (in der Regel 50% für Aktien und 100% für nicht marginfähige Wertpapiere) werden jedoch am Ende des Handelstages angewendet. Jedes Mal, wenn es in Ihrem Konto im Laufe des Handelstages zu einer Positionsveränderung kommt, prüfen wir den Stand Ihres SMA-Kontos am Ende des US-Handelstages (15:50 – 17:20 Uhr Eastern Time) um sicherzustellen, dass der Saldo größer oder gleich null ist.

Zur Prüfung Ihres SMA-Saldos in Echtzeit verwenden wir die nachstehend angegebene Berechnungsformel. Zudem wenden wir auf Wertpapiere, die auf Margin erworben werden können, die Regulation-T-Ersteinschussanforderungen an. Bitte beachten Sie, dass die gleiche SMA-Berechnungsmethode im Verlauf des Handelstages zur Anwendung kommt. In der ersten Berechnung werden die „Ersteinschussanforderungen der heutigen Transaktionen“ für Verkaufsorders addiert und für Kauforder subtrahiert. Dies erfolgt auf Basis der Regulation-T-Ersteinschussanforderungen

Special-Memorandum-Konto (SMA):

 
SMA = 
[Vortages-SMA +/- Änderung im Barmittelbestand +/- Ersteinschussanforderung für heutige Transaktionen]
oder
[Kapital mit Darlehenswert – Reg-T-Margin]
 
Falls das SMA-Saldo zum Ende des Handelstages negativ ist, 
unterliegt Ihr Konto einer Liquidierung.

SMA-Berechnungen erfolgen regelmäßig auf Basis der folgenden Maßgaben:

  • Bareinzahlungen werden dem SMA gutgeschrieben.
  • Barauszahlungen werden vom SMA abgezogen.
  • Dividenden werden dem SMA gutgeschrieben.
  • Transaktionen werden pro Kontrakt pro Tag saldiert.
    • Der realisierte G&V, d. h. Day-Trading-Gewinne und -Verluste, werden im SMA verbucht.
    • Anfallende Provisionen und Steuern werden dem SMA belastet.
    • Alle Transaktionen (eine pro Kontrakt) werden am Ende des Handelstages im Portfolio verbucht. Steigt die Reg-T-Margin-Anforderung für das Portfolio, wird das SMA-Konto mit dem erhöhten Betrag belastet. Sinkt die Reg-T-Margin-Anforderung für das Portfolio, wird dem SMA-Konto der Verringerungsbetrag gutgeschrieben. Wenn erforderlich, wird der aktuelle Kurs des Basiswerts für diese Berechnung verwendet.
    • Erlöse aus Verkäufen von Optionen werden dem SMA gutgeschrieben.
    • Prämien für Optionskäufe werden dem SMA belastet. 

      Die Veränderung im SMA-Konto durch getätigte Transaktionen entspricht effektiv der Veränderung des Reg-T-Eigenkapitals abzgl. der Veränderung des Reg-T-Margin-Betrags.
  • Universelle Transfers werden wie Bareinzahlungen und -auszahlungen behandelt.
  • Marktbewertung: Falls der Reg-T-Überschuss eines Marginkontos bei Handelsschluss (normalerweise 16:00 US Eastern Time) größer ist als das SMA, wird das SMA mit dem Reg-T-Überschuss gleichgesetzt. Bitte beachten Sie, dass der SMA-Saldo sich nie aufgrund von Marktbewegungen verringert. Reg-T-Überschuss = 0 oder (Reg-T-Eigenkapital – Reg-T-Margin), wobei der jeweils größere Wert gilt.
  • Devisentransaktionen wirken sich nicht auf das SMA aus.
  • Gebühren wie zum Beispiel Orderstornierungsgebühren, Marktdatengebühren etc., haben keinen Einfluss auf das SMA.
  • Ausübungen und Zuteilungen (EA) werden dem Credit Manager gemeldet, sobald wir die entsprechenden Meldungen von den Clearingstellen erhalten. Sie werden als Transaktionen dieses jeweiligen Tages behandelt. Zum Beispiel erhalten wir bei Fälligkeit EA-Benachrichtigungen am Wochenende. Das Handelsdatum dieser Transaktionen im Clearing-System ist Freitag, doch für die SMA-Berechnung durch den Credit Manager werden sie als Transaktionen von Montag behandelt. Ausübungsanträge haben keinen Einfluss auf die SMA. DVP-Transaktionen werden wie Handelsausführungen behandelt.

4. Über-Nacht-Margin-Berechnungen

Für Aktien gelten zusätzliche Margin-Anforderungen, wenn Positionen über Nacht gehalten werden. 
 

5. Ermittlung des letzten notierten Aktienkurses vor Beginn der Liquidierung einer Position

Nutzen Sie die folgenden Berechnungsformel, um den letzten Aktienkurs einer Position zu bestimmten, bevor wir mit der Liquidierung dieser Position beginnen. Die Berechnung bezieht sich nur auf einzelne Aktienpositionen.

(Geliehene Barmittel /Anzahl an Aktien)/(1-Margin-Zinssatz)= Letzter Kurs vor der Liquidierung
 

6. Wie viel des Aktienbestands wird liquidiert?

Wie auf der Seite „Margin-Berechnung“ erläutert, berechnen wir den Liquiditätsüberschuss (Marginüberschuss) in Ihrem Marginkonto in Echtzeit. Falls Ihr Liquiditätsüberschusssaldo unter null liegt, lösen wir Positionen in Ihrem Konto auf, um den Liquiditätsüberschusssaldo mindestens bis auf null anzuheben.

Mit der folgenden Berechnungsmethode können Sie ermitteln, wie viel Ihres Aktienkapitals wir in Ihrem Marginkonto liquidieren werden, um einen Liquiditätsüberschuss von 0 herzustellen. Hinweis: Diese Berechnungsmethode wird ausschließlich für Aktien verwendet.

Liquidierungsbetrag = (Überschüssiges Liquiditätsdefizit * 4)
 

Margin-Berechnung bei Rohstoffen

Ihr universelles Konto verfügt über zwei Kontosegmente – eines für Wertpapiere und eines für Rohstoffe (Futures, Single-Stock-Futures und Future-Optionen). Die Margin-Anforderungen für Rohstoffpositionen werden durch die jeweilige Börse festgelegt und sind immer risikobasiert.

 

Wir wenden Margin-Berechnungsmethoden für Rohstoffe folgendermaßen an:
  1. Zum Zeitpunkt der Ausführung
  2. In Echtzeit im Tagesverlauf
  3. Echtzeit-Liquidierung.
  4. 50% Margin-Vorteil.

Die meisten Werte, die in den unten aufgeführten Berechnungen verwendet werden, lassen sich in der Kontoübersicht der Trader Workstation (TWS) in Echtzeit überwachen.

1. Margin-Berechnung zum Zeitpunkt der Orderausführung

 

Wenn Sie eine Position eröffnen, kommen folgende Berechnungen zur Anwendung:

Um eine neue Position eröffnen zu können, benötigen Sie Rohstoffkapital mit einem Nettoliquidierungswert von mindestens 2,000 US-Dollar oder einem äquivalenten Betrag in einer anderen Währung.

In einem Rohstoffhandelskonto können Sie zur Erfüllung dieser Anforderungen Vermögenswerte in anderen Währungen als Ihrer Basiswährung verwenden. Falls Ihr Konto diese Eingangsanforderung nicht erfüllt, werden wir versuchen, Barmittel aus Ihrem Wertpapierkonto auf Ihr Rohstoffkonto zu übertragen, um die Mindestanforderung bei Empfang einer Transaktion zu erfüllen.

Falls Sie weder über das erforderliche Rohstoffkapital mit einem Nettoliquidierungswert von mindestens 2,000 US-Dollar oder einem äquivalenten Betrag in einer anderen Währung verfügen, noch die anfängliche Mindestkapitalanforderung mit Vermögenswerten in einer anderen Währung erfüllen können, und keine ausreichenden Barmittel in Ihrem Wertpapierkonto vorhanden sind, um die Kapitalanforderung zu erfüllen, können Sie in Ihrem Rohstoffkonto keine neue Position eröffnen.

Bei der Orderübermittlung werden Ihre verfügbaren Mittel in Echtzeit überprüft. Falls Ihre verfügbaren Mittel abzüglich des Orderbetrags größer oder gleich null sind, wird die Order akzeptiert. Falls sich ein negativer Saldo für Ihre verfügbaren Mittel ergibt, wird die Order abgewiesen.

2. Echtzeit-basierte Margin-Berechnungen

Über den Verlauf des Handelstages hinweg führen wir in Echtzeit die folgenden Berechnungen für Ihr Wertpapierkonto durch:

  • Echtzeit-basierte Mindesteinschussberechnung

Der Broker löst automatisch Positionen in Ihrem Konto auf, wenn die erforderliche Mindesteinschussdeckung unterschritten wird. Damit Kunden ihr Risiko selber steuern können, bevor es zu einer Liquidierung kommt, berechnen wir einen sogenannten „Soft-Edge-Margin“ (SEM) im Verlauf des Handelstages. Ab Beginn des Handelstages bis 15 Minuten vor Handelsschluss lässt unser Soft-Edge-Margin für das Konto ein Margin-Defizit in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des Nettoliquidierungswertes zu – derzeit liegt dieser Wert bei 10%. Sobald der SEM-Zeitraum endet, muss die volle Mindesteinschussdeckung gegeben sein. In Fällen, in denen SEM nicht anwendbar ist, muss das Konto die Mindesteinschussanforderungen zu 100% erfüllen.

Die Soft-Edge-Margin-Startzeit eines Kontraktes ist der spätere der beiden folgenden Zeitpunkte:

  • der Zeitpunkt der Markteröffnung – wird das Produkt an mehreren Börsen gehandelt, gilt der späteste Handelsbeginn;
  • oder der Beginn der Liquidierungszeiten, die von der Handelswährung, der Asset-Klasse, der Börse und dem Produkt abhängig sind.

Die Soft-Edge-Margin-Endzeit entspricht dem früheren der folgenden Zeitpunkte:

  • 15 Minuten vor Börsenschluss – wird das Produkt an mehreren Börsen gehandelt, gilt der früheste Handelsschluss;
  • oder 15 Minuten vor Ende der Liquidierungszeiten;

Wenn das Kapital eines Kontos die Mindestgrenze des Mindesteinschusses unterschreitet, werden so lange keine Positionen aufgelöst, bis das Kontokapital auch die Soft-Edge-Margin-Grenze unterschreitet. Diese Regelung lässt es somit zu, dass Kundenkonten kurzzeitig die Margin-Anforderungen verletzen. Soft-Edge-Margin wird nicht in der Trader Workstation angezeigt. Sobald Ihr Konto jedoch die SEM-Grenze unterschreitet, wird die Erfüllung der vollen Mindesteinschussanforderung notwendig.

Hinweis: Wir behalten uns das Recht vor, die Verfügbarkeit von Soft-Edge-Margin nach eigenem Ermessen einzuschränken und SEM in Zeiten erhöhter Marktvolatilität vollständig auszusetzen.

3. Echtzeit-basierte Liquidierung

 

Liquidierungen in Echtzeit werden ausgeführt, wenn Ihr Rohstoffhandelskonto die erforderliche Mindesteinschussdeckung unterschreitet. Bevor wir Positionen auflösen, führen wir jedoch folgende Schritte aus:

  • Wir übertragen überschüssige Barmittel von Ihrem Wertpapierkonto auf Ihr Rohstoffkonto, um die Mindesteinschussanforderungen zu decken.
  • Um Ihnen zu helfen, Ihre Margin-Anforderungen im Blick zu behalten, verwenden wir Pop-up-Benachrichtigungen und farblich codierte Kontoinformationen, die Sie darauf hinweisen, dass Sie auf ein erhebliches Margin-Defizit zusteuern. In der TWS wird die Zeile im Kontoansichtsfenster, deren Wert sich in einem problematischen Bereich bewegt, farblich hervorgehoben.

Wir schließen Kundenpositionen über Kontrakte mit physischer Lieferung kurz vor dem Fälligkeitszeitpunkt. Kontrakte mit physischer Lieferung sind Kontrakte, die eine tatsächliche physische Bereitstellung des zugrunde liegenden Rohstoffes erfordern (zum Beispiel bei Öl- oder Gas-Futures). Liquidierungen beginnen für Long-Positionen in der Regel drei Tage vor dem „First Notice Date“ (Stichtag, nach dem Anleger über eine bevorstehende Zuteilung einer Lieferung benachrichtigt werden können) und für Short-Positionen in der Regel drei Tage vor dem letzten Handelstag (Last Trading Day). Bestimmte Kontrakte folgen abweichenden Zeitplänen.

4. 50% Marginvorteil

 

Für einige Future-Produkte werden während der jeweiligen regulären liquiden Handelszeiten nur 50% der normalen Margin-Anforderung vorausgesetzt. An jedem Tag werden die Margin-Anforderungen 15 Minuten vor Ende der regulären Handelszeit auf 100% der normalen Anforderung zurückgesetzt, bis die regulären Handelszeiten am nächsten Tag erneut beginnen. Für Spread-Transaktionen kommt immer die volle 100%-ige Margin-Anforderung zur Anwendung.

Beispiel: Rohstoffhandel auf Margin

Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für eine typische Abfolge von Handelsereignissen in Verbindung mit Rohstoffen (Terminkontrakten). Obwohl unser Universal Account automatisch Guthaben zwischen dem Wertpapiersegment und dem Rohstoffsegment Ihres Kontos verschiebt, nehmen wir zur Vereinfachung des folgenden Beispiels an, dass die Barbeträge im Rohstoffsegment Ihres Kontos verbleiben:

 
 
1. Einzahlung von $5,000.00+ $5,000.00 $5,000.00
 
2. Kauf von 1 ES Future-Kontrakt$5,000.00$2,813.00$5,000.00
$850.00 * 50 (Multiplikator), ES-Ersteinschuss = $2,813.00
 
3. Tagesende: Der Kurs für ES steigt auf $860.00$5,500.00$2813.00$5,500.00
Gewinn von $10.00 * 50 = $500.00
Nettoliquidierungswert > $2,813.00Keine Liquidierungen.
 
4. Nächster Tag: Der Kurs für ES fällt auf $810.00$3,000.00$4,500.00$3,000.00
Verlust von $50.00 * 50 = $2,500.00
Nettoliquidierungswert < $4,500.00 Overnight-MindesteinschussEs werden Liquidierungen durchgeführt.